REVIEW: GLOBAL SCRS SUMMIT 2021 | OKTOBER 01.-03.

UNSERE LEARNINGS DES SCRS SUMMITS

Nachdem die Sondergenehmigung noch rechtzeitig eintraf, konnten Helena Sigal und Kathleen Peters gerade noch pünktlich an dem SCRS Summit in Hollywood, Florida teilnehmen. Sie waren dankbar über persönliche Gespräche mit alten und neuen Kollegen und demdamit einhergehenden, intensiven Erfahrungsaustausch. Mit der Gesamtorganisation waren sie auch sehr zufrieden. Aus den umfassenden und spezifischen Inhalten des Summits, entwickelten sie folgende Learnings:

1. ES GIBT ZU VIELE UNTERSTÜTZENDE IT-SYSTEME, DIE NICHT MITEINANDER KOMMUNIZIEREN

Die Studienstandorte sind mit den verschiedenen Plattformen überfordert, die von den jeweiligen Sponsoren, CROs, Zulassungsbehörden oder lokalen und nationalen Behörden verlangt werden. Für jedes Tool müssen die Mitarbeiter der Studienzentren angelernt und geschult werden. Neben Zeit- und Kostenaufwand besteht eine weitere Herausforderung darin, dass nicht immer die gewünschte Softwarebandbreite zur Verfügung steht. Eine Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Sponsoren und CROs ist für einige Studienzentren so kaum möglich.

Wie praktizieren unsere Netzwerk Studienzentren? Einige unserer Studienzentren arbeiten bereits mit derselben Studiensoftware, welche mehrere IT-Systeme in sich vereint. Das IT-System ECRS ist beispielsweise ein Tool, welches von Sponsoren vorausgesetzt wird. Die von uns genutzte Studiensoftware strebt eine Schnittstelle zu diesem System an. Diese Verbindung wird eine doppelte Buchführung und Fehleranfälligkeiten verhindern. Der Studienalltag gestaltet sich dank Studiensoftware deutlich effektiver.

2. GROSSER HYPE UM DEZENTRALISIERTE STUDIEN

Durch eine Studienteilnahme profitieren viele Patienten von innovativen Therapieansätzen, welche auf deren Märkten noch nicht verfügbar sind. Doch was ist zu tun, wenn die eigenen Patienten zu krank, alt oder ansteckend für eine Studienvisite sind? Um die Welt der klinischen Forschung patientenorientierter zu gestalten, gibt es bereits Lösungsansätze wie dezentrale und hybride klinische Studien oder Hausbesuch-Visiten. Studienärzte oder Study Nurses besuchen ihre Patienten zunehmend zu Hause. Problematisch gestaltet sich hier der enorme Kosten- und Zeitaufwand. Zudem stoßen die Aufsichtsbehörden aufgrund unausgereifter Richtlinien noch an ihre Grenzen. Dezentrale Studien bieten bestimmten Teilnehmern Vorteile. Dennoch muss sich die Branche noch sortieren. Dezentrale Studien werden sicher auch in Zukunft ihren Platz in der Studiendurchführung haben - ersetzen werden sie klassische Studien jedoch nicht.

3. COVID UND DIE AUSWIRKUNGEN AUF DIE GESAMTE BRANCHE

Die Pharmabranche hat die Auswirkungen seit März 2020 ebenfalls deutlich zu spüren bekommen, denn einige klinische Studien wurden verschoben oder gänzlich abgesagt. Für reine Studienzentren hatte dies extreme finanzielle Probleme oder Studienstaus zur Folge. Die Angst vor dem Virus oder Änderungen ihrer persönlichen Situation führten zudem zum Absprung zahlreicher Teilnehmer und somit zu erschwerter Rekrutierung für laufende Studien. Dennoch regte die Pandemie auch zu einem Umdenken in der Gesellschaft an, denn aufgrund des enormen Technik-, Forschungs- und Zeitdruckes konnten einige Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt und zugelassen werden. Die Wahrnehmung klinischer Forschung wurde deutlich positiv beeinflusst und ein größeres Bewusstsein für unsere Branche geschaffen.

 

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